Viele Grosseltern betreuen ihre Enkelkinder regelmässig und möchten flexibel und mobil sein, wenn es um Ausflüge geht. Doch müssen Grosseltern wirklich auch so viele Kindersitze kaufen, wie die Eltern selber? Wir klären auf!
Je nach Betreuungsmodell sind Grosseltern heute für viele Familien ein wichtiger Bestandteil bei der Kinderbetreuung. Damit die Grosseltern mit ihren Enkeln flexibel sind, sind sie oft auch mit dem Auto unterwegs. Entweder geben die Eltern dafür jeweils ihre eigenen Kindersitze mit, was bedeutet, dass die Sitze jeweils aus- und wieder eingebaut werden müssen. Dies ist möglich, wenn es sich um sporadisch Ausflüge handelt, jedoch unpraktisch, wenn die Kids regelmässig bei den Grosseltern sind. Die andere Variante ist, dass die Grosseltern für ihr Auto ebenfalls einen Kindersitz kaufen. Wie wir aus anderen Blogartikeln wissen, empfehlen wir, insgesamt drei Kindersitze ab Geburt bis 12 Jahre anzuschaffen. Dies wäre natürlich optimal, kann für Grosseltern finanziell aber ein grosses Investment bedeuten.
Eine sinnvolle Investition kann für Grosseltern ein Sitz sein, der ab Geburt bis 12 Jahre geeignet ist. Ein derartiger Sitz sorgt für Sicherheit und Komfort in jeder Phase, gleichzeitig entlastet er das Budget.
Der Sitz sollte optimalerweise fix im Auto installiert werden: so minimiert man Anwendungsfehler, die im Alltagsstress schnell passieren. Auch muss regelmässig geprüft werden, ob der Kindersitz noch richtig eingestellt ist und alles zur Grösse des Kindes passt: Neugeboreneneinlagen müssen rechtzeitig entfernt werden, die Kopfstütze muss regelmässig so angepasst werden, dass der Kopf optimal gestützt und die Gurtführung korrekt ist. Hier empfehlen wir, regelmässig die Bedienungsanleitung zu studieren.
Ein weiterer Tipp von uns ist: Ist ein Baby unterwegs, ist die Euphorie jeweils gross. Die Grosseltern freuen sich schon während der Schwangerschaft auf die Ausflüge mit ihrem Enkel. Erfahrungsgemäss sind in den ersten Monaten aber sowieso keine grossen Sprünge möglich, da das Baby die Nähe zu Mami und Papi noch zu sehr braucht. In Bezug aufs Auto und Kindersitze kann man daher also schnell mal auf die Babyschale verzichten, da Ausflüge mit Oma und und Opa sowieso erst Thema werden, wenn das Baby für die Babyschale zu gross ist. Ansonsten gibt es auch Babyschalen, die mit dem Fahrzeuggurt befestigt werden können oder integrierte Isofix-Konnektoren haben, so kann man sich schnell und problemlos die Babyschale der Eltern ausleihen.
Anstatt in eine Babyschale können Grosseltern ihr Geld also direkt in einen Folgesitz investieren: Da das Kind nach der Babyschale sicher noch rückwärts fahren muss, ist hier ein Reboarder Thema. Heisst: ein drehbarer Kindersitz, der rückwärtsgerichtet verwendet werden kann. Hier gibt es Modelle, die ab Geburt verwendbar sind (und somit die Babyschale ersetzen) oder solche, die für die Phase nach der Babyschale gedacht sind. Beide können in der Regel bis 105 cm und somit ca. 4 Jahre verwendet werden.
Im Anschluss braucht es noch einen Folgesitz, der das Kind von vier bis 12 Jahre begleitet. Wenn man die Babyschale weglässt, können Grosseltern ihre Enkel im Auto demnach mit dem Kauf von zwei Kindersitzen optimal schützen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Es lohnt sich, vor einem allfälligen Kauf den Bedarf abzuklären. Wie oft fahren die Grosseltern wirklich mit den Enkeln Auto und in welchem Alter werden diese dann sein? Weiter ist es wichtig, sich einen Budgetrahmen zu setzen. Sind diese beiden Punkte klar, können sich die Grosseltern optimal für die anstehenden Ausflüge mit ihren Enkelkindern ausrüsten.
