Autositze & Babyschalen

Die häufigsten Fehler beim Anschnallen von Babys und Kindern

In diesem Artikel
  1. Der beste und sicherste Kindersitz bringt nichts, wenn euer Baby nicht richtig angeschnallt ist. Gemäss einer Studie vom TCS Schweiz ist jedes zweite Kind in der Schweiz nicht korrekt angeschnallt. Dies kann verheerende Folgen haben und wir erklären euch, wie ihr die Fehler vermeiden könnt.
  2. Fehler 1: Kleidung
  3. Fehler 2: Fahrtrichtung
  4. Fehler 3: Gurt
  5. Fehler 4: Kopfstütze

Der beste und sicherste Kindersitz bringt nichts, wenn euer Baby nicht richtig angeschnallt ist. Gemäss einer Studie vom TCS Schweiz ist jedes zweite Kind in der Schweiz nicht korrekt angeschnallt. Dies kann verheerende Folgen haben und wir erklären euch, wie ihr die Fehler vermeiden könnt.

Fehler 1: Kleidung

Konkret geht es hier um zu dicke Jacken, diese sind in jedem Fall zu vermeiden, da man das Kind automatisch nicht satt genug anschnallt: Zwischen Kind und Gurte ist noch Luft und im Fall von einem Aufprall kann das Kind durch zu viel Spielraum schwere Verletzungen erleiden. Besser ist es, das Kind ohne Jacke anzuschnallen und im Auto zuzudecken.

Fehler 2: Fahrtrichtung

Oft wird das Kind respektive der Kindersitz zu früh in Fahrtrichtung gedreht. Dabei geht im Falle eines Aufpralls die gesamte Aufprallenergie auf den Nacken des Kindes, da es den Kopf nach vorne schleudert. Der Nacken ist bei Kleinkindern muskulär noch nicht gut ausgebildet und der Kopf ist im Verhältnis zum Körper sehr gross und schwer; das kann zu ernsthaften und lebensbedrohlichen Verletzungen führen. In einem separaten Blogartikel findet ihr detaillierte Informationen dazu.

Fehler 3: Gurt

Die meisten Eltern getrauen sich nicht, die Gurte satt genug anzuziehen. Dem Kind soll es ja noch bequem sein. Aber: Nur eng anliegende Gurte schützen euer Kind und solange das Gurtsystem richtig eingestellt ist und korrekt sitzt, schneidet es auch nicht ein. Es gibt zwei Tests, die sich hier eignen:

1. Darf nicht mehr als eine flache Hand zwischen Kind und Gurt passen. Ist da noch mehr Spielraum, müsst ihr enger anziehen.

2. Der Pinch-Test: Nehmt den Gurt zwischen Zeigefinger und Daumen und versucht, den Gurt zu falten. Ist dies möglich, ist der Gurt zu locker. Rutschen deine Finger einfach vom Gurt ab und du kannst die Gurte gar nicht greifen, hast du die Gurte korrekt angezogen.

Fehler 4: Kopfstütze

Damit die Gurtführung korrekt ist und der Gurt im Becken- und Halsbereich optimal verläuft und so das Kind schützt, anstatt dass es ihm im Falle eines Unfalls schadet, muss die Kopfstütze stets individuell auf euer Kind angepasst sein. Das bedeutet, dass ihr von Zeit zu Zeit prüfen müsst, ob dies noch der Fall ist und sie gegebenenfalls neu einstellen müsst. Der untere Rand der Kopfstütze soll ca. 2 Finger breit oberhalb der Schulter des Kindes sein. So ist die Gurtführung korrekt und der Kopf des Kindes ist von der Kopfstütze auch seitlich geschützt und wird nicht frei herumgeschleudert.

Zusammen mit dem TCS haben wir diese vier häufigsten Fehler übrigens auch in einem Video zusammengefasst, am Ende des Videos findet ihr noch einen kleinen Merksatz, damit ihr euch stets an die vier Fehler erinnern könnt und vor allem daran, wie ihr sie in eurem Alltag vermeidet.

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